TOP 10 MUSIKVIDEOS „Was 2015 läuft… Part 1“

Damals als MTV noch cool war, habe ich Neuvorstellungen von Musikvideos verschlungen und war sogar mal bei einem Moderatoren-Casting. Schwamm drüber. Ich liebe immer noch Musikvideos. An guten Neuvorstellungen mangelt es aus meiner Sicht. Bis jetzt.
Das 520 Universum eröffnet die Pforten zur Kategorie „TOP 10 Musikvideos“.
Los geht es mit meiner Auswahl „Was 2015 läuft… Part 1“.

10. FourFifeSeconds – Rihanna, Kayne West, Paul McCartney
Kids in America fragen sich verwundert, in welcher neuen „Amerika sucht den Superstar“-Show dieser Paul McCartney mitgemacht hat, um mit Rihanna (wie immer oben fast ohne und am Weinen) sowie einem singenden Kayne – ich bin der Herr der Ärsche – West abschrammeln zu dürfen. Nun ja, wiederum dürfte sich der eingefleischte Beatlesfan an „Fourfiveseconds“ gewöhnen können, anspruchsvolle Musikepen sucht man dann doch lieber woanders. Ob der Song als Stilvorlage in Sir McCartney´ Music School herhalten kann, warum manche Rapper besser singen sollten und wie oft Riris Nippel blitzen. das sind Fragen, die Ihr Euch selbst hier beantworten könnt. Bei mir hat es für die Top Ten gereicht.

09. “Garth Brooks – People loving people“ PS 22 Chorus
Wir waren ja gerade bei Kids in America und ich bleibe auch gleich da. Der PS 22 Chorus ist bestimmt nicht zu vergleichen mit dem Leipziger Thomanerchor oder anderen Kinderchören.
Die Stars und Sternchen reißen sich seit ein paar Jahren um die Coverversionen der Kids rund um Mr. B. Und das ist der Typ, der der eigentliche Star ist. Irgendwie schafft er es, der Musiklehrer zu sein, den immer alle haben wollten und nur davon zu träumen wagten, dass es ihn gäbe. Er vermittelt seinen Schülern die Liebe und das Gefühl für Ausdruck in der Musik. Gerade Töne liegen bei ihm nicht an höchster Stelle. Er zeigt, wie man Stimmbänder liebevoll trainiert und dabei nicht unbedingt so klingt wie die Großen, aber für ihre Songs genauso viele Likes aus vollem Herzen bekommen kann. Somit empfehle ich Euch den ganzen Kanal und stellvertretend landet ein aktuelles Beispielcover von Garth Brooks „People loving people“ in meiner Top 10.

08. Derbe – Denyo
Während sein Kollege stets darum bemüht ist den Charts zu schmeicheln, sucht er sich nicht immer den leichtesten Weg. Rapper, Songwriter und Mensch ist er und lässt uns regelmäßig daran teilhaben. Experimente, damit kennt er sich aus und somit kommt es diesmal derbe. Mit Dubstep angereichert gibt er uns Hashtags an die Hand und lässt das Gefühl von „nach der Party ist vor der Party“ zwischen den Wobbels fliegen. Ein bisschen was von „SMS von gestern Nacht“ und „50 shades of…“, sucht es Euch raus.

07. My Love, My Love – Nneka
Es gibt ja Menschen, die behaupten, gemeinsam aufs Klo zu gehen ist nicht beziehungsfördernd. Ich sehe es ähnlich und war geschockt gleich zu Beginn in Nnekas neuem Video erstmal genau dies tun zu müssen. Plötzlich mitten drin, im partnerschaftlichen Alltag eingesaugt zu werden, das geht mir nah. Ungeschminkt erlebt man Nneka beim Kochen, mit dem Messer drohend und Hühner anschauend. Menschlich soll es sein, ist es. Als ihr der unsichtbare Videopartner den Pickel ausdrückte, war es für mich vorbei. Will man das sehen? Nur bedingt, wer ein Fetisch dafür oder die Künstlerin hat, darf das nicht verpassen. Fast vergessen zu erwähnen, dass der Song, um den es eigentlich ging, ein Hit ist.

06. Oceans – Seafret
Okay, wir haben hier eine dieser Acousticsoundprojekte, die entweder keine Sau kennt oder alle und dann werden wir irgendwann 40 Euronen für ein Konzertticket hinlegen müssen. Fink lässt grüßen. Ich glaub‘ dann immer: „Hey, das sind total normale Menschen, nicht so durchgeknallt. So Alltagssuperhelden.“ Und scheinbar war es den beiden Jungs von Seafret ein Anliegen zu vermitteln: „Hey, das kannst Du auch.“ Was man aus Strick und Mut alles machen kann und wie man sich gegen Mobbing wehrt und warum Seafret mal 40 Euro wert sein werden – all das lernt Ihr hier.
PS. Der Leadsänger ist rothaarig ^^ .

05. Illusion – Stoney Moe
Stoney Moe hat nicht nur den Auftakt zur „Was ist Babylon“-Reihe vorgelegt. Im Februar lieferte er mit Illusion eine visuelle Begleitung zum Album „Mein Leben im Staub“ nach. In Sache Eigenproduktion kann er und seine Crew Music Gourmétz mithalten, vor allem wenn es darauf ankommt die Fans zu begeistern. Wie so was entsteht, erfahrt ihr im Making of. Mit zauberhaften Darstellen und Spezialeffekten ein „Muss man gesehen haben“ der Independent-Szene.

04.The Nearest Tide – Keyatta Fire
Wo wir gerade bei Künstlern sind, die in Eigenregie ohne Majorlabel Fans erreichen. Seit „The Turf“ häng ich an Kenyatta Fire´s Stimmlippen. Dieser hat sich nach einer Ruhephase zurückgemeldet und mal eben ein eigenes Video erstellt. Artwork, Idee, Schnitt, Label und Song, alles von ihm und scheinbar hat er den Nerv der Zeit getroffen. Auf MTV „läuft’s“ für den „Jamaican Astronaut“. Auch hier wird es experimentell und Einflüsse fusionieren und, Achtung, ich finde es entschleunigt etwas. Lasst euch treiben.

03. Shame – Mykal Rose & Snow
Ohne Reggae geht es nicht. Erinnert Ihr euch noch an den Infooormer-Typ? Ja, lang ist es her und sichtlich sind wir alle älter geworden. Snow lässt sich es nicht nehmen und sucht sich mit Mykal Rose (Black Uhuru) einen Output. Zu Recht, der Song hat Hitpotential und das Video zeigt neben den beiden Artist´s alles, was die aktuelle Dancehallszene zu bieten hat. Bereits seit 4 Monaten ist das Video online. Ich kam nicht drum herum noch mal auf diese Kollabo-Zuckerperle zu verweisen. Wie die Zwei dazu stehen und gehen, seht ihr hier

02. Champagne Kisses – Jessie Ware
Eine Neuentdeckung meinerseits, bereits 2014 war Jessie Ware und ihr „Tough Love“ Album eine gerngehörte Interpretin in meiner Playliste. Ihre außergewöhnliche Stimme liefert ein Soundkonzept mit rotem Faden. Selbstbewusst und zerbrechlich, irgendwie ein Ideal an Kunst ohne gekünstelt zu wirken, aus Brixton eben. Sie ist wunderschön und ihre Stimme gibt hier eine Runde musikalischen Champagner aus.

01. What´s goes – Die Orsons
Ich würde gerne Die Orsons im Radio hören. Das bunteste, was der deutsche HipHop-Markt unter Dadaismus und ernsthafter Gesellschaftskritik zu bieten hat. Die Soloprojekte der vier Protagonisten lassen tief blicken. Doch zusammen sind sie fast so süß und bunt, wie die Farm, die damals Garfield-Comics zierte. Aber auch direkt, rau, voller Wortwitz und völlig unterschätzt. Vermutlich lässt UniversalMusic die „Boyband“ aus dem Hause Chimperator auf Holodecks einsperren, mit allem, was Sie wollen. Damit wäre erklärt, wie solche Bretter wie „What`s goes“ in rosa, blau oder grün entstehen. Formt das O und schaut euch hindurch das Video an. Hab‘ ich erwähnt, dass der Beat alles wegbrennt?

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Veröffentlicht von

520universum

Hier schreibt, fotografiert und singt das 520 Universum über das Leben, dich und sich selbst. Für die Menschen, die gern zwischen den Zeilen lesen.

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