TOP 10 MUSIKVIDEOS „Was 2015 läuft… Part 3“

Hasi, irgendetwas stimmt mit der Frauenquote nicht.
Dafür passt der Anteil an deutschsprachiger Musik in der dritten Zusammenfassung der „Was 2015 (im 520 Universum) läuft…“ – Reihe.

Diesmal grüßen jede Menge alte Bekannte, zwei junge Elfen, lustige Ernste und ernste Lustige. Ein Hauch von Rotlicht, ein Schuss Emo, eine bis zwei Nuancen Romeo und Julia, darunter eine Spur Sozialkritik durchdrängt von Hiphop-Flashbacks, gerührt, nicht geschüttelt, auf gelungenem Multikulti-Pop kredenzt. Das kannst Du direkt alles haben, denn Du bist schon mittendrin in der TOP 10:

10. Fettes Brot – „Von der Liebe“
Björn Beton von der nordischen Bande hat sich zur neuen Single ein kleines Meisterwerk einfallen lassen. Dass ausgerechnet die Band, die gerne mal Spalier für die Bundeswehr steht, sich dabei auf das Thema Liebe im Gaza einlässt, ist mehr als interessant. Dass der Kurzfilm das Lied in den Hintergrund stellt, nicht schlimm, denn allein die Darsteller erzählen ihre eigene Geschichte. Besonders überzeugend (inklusive Gänsehauteffekt) spielt Denise Ankel ihre ‚Julia im Jahre 2015‘-Rolle, alles in einer Kulisse, die mich an M.I.A.`s ‚Born Free‘ erinnert.
Und nun weiß ich nicht, ob das ‘ne Art Entschuldigung sein soll von den Jungs, Imagebereinigung oder Imageverunreinigung. Für die einen so, die anderen wahrscheinlich so. Ich bin gerührt, schaut´s Euch!

09. Don Francis & Cosma Shiva Hagen feat. Tray – Fliegen
Warum hat noch niemand mit Cosma Shiva Hagen ein Solo-Album aufgenommen? Ich verstehe es nicht, schließlich bringt sie als Schauspielerin, Model und Selfmade-Frau alles mit, was es braucht. Ach, die Stimme ist auch wichtig? Na, der Meinung bin ich auch und ihre Wurzeln scheinen ihr einiges an Musikerblut durch die Adern gepumpt zu haben. Das jemand so (in der Öffentlichkeit) verrücktes wie Don Francis das Potenzial erkennt und sinnvoll nutzt, ist eine Geschichte, die das Leben schreibt und am Ende kann man ihm dankbar sein, denn ich bin mir sicher, von ihr werden wir in Zukunft mehr hören und irgendwie auch gerne sehen. „Fliegen“ hört und sieht sich so an!

08. Culcha Candela feat. Roldan – La Bomba
Ich erinnere mich noch, wie ich Culcha Candela kennenlernte, ein stürmisches Open-Air bei Leipzig, was wir kurzerhand abends in den Club verlegten, wo ich auflegte. Man, war ich geflasht von Solarenergie, sowie der Qualität und Idee der Truppe. Dann wurden sie auf einmal sehr bekannt, scheiße, aber happy. Warum? Dies und anderes erklären sie auf wirklich amüsante Weise selbst auf ihrer neuen Scheibe ‚Candelistan‘ und plötzlich ist sie wieder da, die alte Flamme, lodernd zischelnd. Multikulti in Perfektion. Der Wechsel zu Warner scheint in diesem Fall eine gute Entscheidung gewesen zu sein, einzig zwei Wermutstropfen, Larsito und Mr Reedoo fehlen ein bisschen. Von hier auf jeden Fall Gratulation an dieses Album und lasst feiern, hier kommt la la La Bomba.

07. Dieter Hallervorden – Ihr macht mir Mut!
„Palim, Palim!“ Herr Hallervorden! Alles Gute zum 80. Geburtstag aus dem 520 Universum! Sie machen uns Mut! Und da mache ich auch mal eine Ausnahme und erlaube mir ein Video zu zeigen / einzubetten:

06. Me and Oceans – Juri
Bereits in der, mon „tags“ 4 likes‘-Kategorie erwähnt, darf Juri nicht fehlen. Immer noch eines der besten deutschsprachigen Lieder 2015! Die Band kommt aus Leipzig und die EP heißt „Juri + August“! Und wenn Juri sagt, er kann das reparieren, dann kann er das auch!

05. Astrid S. – 2AM

Aus Norwegen schickt man uns Pool-lastige, musikalische Grüße mitten in der Nacht. Da steht sie, elfenartig, jung und schön. Astrid wurde 1996 geboren und in ihrer Heimat Norwegen bekannt durch ein Castingformat. Was sie nicht abhält ihre eigenen Songs zu schreiben, vermutlich gern nachts gegen zwei, doch das ist nur so eine Vermutung, vermutlich von meinem inneren Peter Urban. 10 points goes to Norway and the small Wurlitzer Reggae part.

04. The Weeknd – Tell your friends
Mir will ja seit Jahren keiner so recht glauben, wenn ich sag‘: „The Weeknd ist der neue wahrhaftige Michael Jackson 2.0.“ Dass er nebenbei mit Kayne West an einer Schauspielkarriere arbeitet, erklärt die ständigen Showreels zu seinen Songs. Grant Singer hat sich alle Mühe gegeben ‚the Hills‘ (das neue Album) in Szene zu setzten. Hat The Weeknd ein Egoproblem? Ja! Ist es lyrisch grenzwertig? Ja! Aber es macht ihn unheimlich authentisch. Der Typ, der den ganzen Abend nichts sagt im Club, irgendwann aufsteht und geht, sollen doch ruhig alle erfahren, wohin!

03. Mac Miller – 100 Grandkids

Nimm zwei für Hipster-Hopster. Mac Miller hat mächtig an Babyspeck verloren, hat mehr Tattoos bekommen und zumindest seine Skills trainiert. Irgendwo zwischen „Poah, ist das geil!“ und „Whaaa… das ist so Eminem!“ ist es eigentlich Mac Miller pur. Essenz. Kurz: hier im Universum wird es gefeiert ohne Wenn und Aber und, ja, er sollte sich öfter mal den Mund auswaschen. Im neuen Video gibt’s gleich zwei Videos, einmal Romeo und Julia mit Miller als Mond im P. Diddy-Style und dann noch mal tanzend mit Karre vorm 8Mile Hintergrund. Anschauen/hören, dann versteht Ihr mich besser!

02. Roger&Schu – Deine Jungs / Meine Jungs
feat. Adriano
Nimmt man aus dem Blumentopf sich nur zwei Blumen heraus mit nach Hause, könnte ein Roger&Schu daraus entstehen. Ihr Album ‚Clap your finger‘ erscheint die Tage bei Showdown Records, die Single kommt mit passendem Video und vielen bekannten Gesichtern. Klingt nach Blumentopf und nach einer Ansage. Die Alten wollen es jetzt noch mal wissen und holen den väterlichen Zeigefinger raus.

01. RANO feat. Too Strong LAAS UNLTD, DJ Stylewarz prod von Mirko Polo – Liv´it
Und wie zum Beweis geht’s weiter mit den 40igern. Wer erinnert sich noch an ‚Schwarzes Gold‘ von Rano? Na, genau davon red‘ ich. Damals waren sie für Menschen wie mich verdammt cool und haben nicht aufgehört, es zu sein. Jetzt kocht da wohl was hoch, was lange durch Hype-Labels wie Aggro Berlin oder Chimperator ignoriert wurde oder keine Lust hatte ‚mitzuspielen‘. Man spielt aber auch nicht überall mit. Man wartet. Und plötzlich ist er da, der große Moment und dann steht man da, wo man hingehört, zum Beispiel auf Platz 1 der TOP 10 im 520 Universum! Ein halbes Jahr zu spät, doch lieber spät als nie!

Dir fehlt hier noch ein Video? Du willst dein Video in den 520 Universum Top10 sehen? Bist mit meiner Auswahl pro oder unzufrieden?
Nutze die Kommentarfunktion!
Dein Senf macht es erst würzig.

Coming next: Top 10 Musikvideos mit und von rothaarigen Männern

Advertisements

Veröffentlicht von

520universum

Hier schreibt, fotografiert und singt das 520 Universum über das Leben, dich und sich selbst. Für die Menschen, die gern zwischen den Zeilen lesen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s