TOP 10 MUSIKVIDEOS „Was 2015 läuft… Part 4“

Einerseits, aber auch andererseits. Okay, Kid, Frau und Mann. Einerseits dachte ich mir schon, dass zum Ende des Jahres eine Flut der Musikvideos ins Universum strömt, andererseits konnte keiner ahnen, dass ich bereits Mitte Oktober die Liste voll habe. Gestrichen voll!

Im Kiez, auf dem Lande und auf Inseln (nur nicht auf der Fickt Euch Allee) konnte ich für Euch Unglaubliches erhaschen. Vorsicht: diese Folge kann Spuren von (R)Evolution beinhalten!

Und jetzt weiß ich einerseits vor Schreck nicht, welchen Platz ich mal eben für OK Kid mit ihrem Song ‚Gute Menschen‚ freiräume, andererseits wollte ich Euch die Stimmung nicht vorenthalten, somit dient er als Überleitung auf Platz 10.

10. UMSE – Menschen
„Versuch‘ es doch mal mit Umse“ hör‘ ich immer wieder. Und daran halt‘ ich mich. Sein neues Album ‚Hawaiianischer Schnee‘ wurde zwar in Holland aufgenommen und trägt den Namen der wohl härtesten Weedsorte des Universums, bietet aber wohl mehr als bekiffte Texte, die mit bekannten Wörtern Sätze bilden. Irgendwie der nette Dauerstudent von nebenan und wahrscheinlich viel mehr. Von Sittin Bull vorgeschlagen passend zum Inklusions-Thema. „Menschen sind so“, sagt UMSE und da hat er recht.

09. The Global Goals Campain – Tell Everybody
Und wieder eine Kampagne mit Message aus Afrika, sogar mit ‚alten Bekannten‘ wie Yemi Alade, deren Name mir gleich bekannt vorkam, da die Künstlerin aus Nigeria bereits bei dem ONE-Kampagnen-Song ‚Strong Girl‘ auftauchte, welcher wiederum den Weg bereits in die ‚Was lief 2015 Charts‘ gefunden hatte.
Diesmal geht es um die globalen Ziele, die gesetzt wurden:
1. Bekämpfung extremer Armut
2. Bekämpfung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit
3. Den Klimawandel in Ordnung bringen
sind die großen Hauptthemen, die am 25. September dieses Jahres von 193 Ländern unterschrieben wurden. Und damit die Führer und Chefs dieser Welt diese Regeln einhalten und diese bis 2030 umsetzen, haben die Stars und Sternchen der afrikanischen Musikszene den Song inklusive Video aufgenommen! #TellEverybody

08. Ellie Goulding – On My Mind oder Powerful feat. Tarrus Riley
Wahnsinnig oft kopiert und irgendwie langsam selbst eine Version von sich, kommt uns in diesen Wochen Ellie Goulding daher. Das Goldstimmchen hängt jetzt mit anderen Leuten ab, macht andere Musik und ich konnte mich nicht entscheiden, welches Video es auf das Treppchen schafft. Beides Ohrwürmer. Und beide ziemlich glatt gebügelt.
Einerseits kommt sie in ‚On My Mind‘ als junge Version von Jessica Lange gut rüber, hat da diesen nervigen, völlig abgedrehten Koksertyp an der Backe und zum Glück auch eine beste Freundin, einen Gaul und Waffen…
andererseits hat sie in ‚Powerful‘ den besseren Typen (in dem Fall: Tarrus Riley), benutzt allerdings ihre neugewonnenen, magischen Lazerqualitäten vorerst nur in einem amerikanischen Diner und hinterlässt hier auch mehr als elektrisches Chaos dank Major Lazer, der den Song für sein ‚Peace Is The Mission‘-Album produzierte.

07. Kat Vinters – Islands
Von der Kopie der Kopie zur „die darf das und braucht kein Bügeleisen“-Stimme in einem Song wie ich sie von Ellie vermisse. Irgendwo zwischen Berlin und Schwedens Grenze zu Norwegen ist der Song zur gleichnamigen Debut-EP entstanden. Grandios welliges Video in Portugal gedreht und ein neuer Lieblingssong.

06. MCE – Schattengestalten
Von der Insel nach Connewitz in Leipzig ist es geographisch ein weiter Sprung, aber während der derzeitige Leitsatz der Deutschen „Wir schaffen das“ ist, haut MCE seine Debut-EP ‚Southside Flavour‘ raus und die ist mehr als „yes we can!“-Hip Hop. Nicht ganz so überlegt wie Umse, mehr so rebellischer Jugendfrust aus der Hochburg der Antifa und trotzdem irgendwie sympathisch die Jungs, so mit nackten Oberkörpern, nicht nur bengalischem Feuer und Einhornmaske.

05. Die Orsons – Ventilator
Konnte ja keiner ahnen, dass, als ich mir zu Beginn des Jahres die Orsons im Radio wünschte, sie jetzt im TV als Hintergrundmusik und Jägermeisterwerbung herhalten müssen. Schwamm drüber, irgendeiner muss ja die Unfallversicherung übernehmen. Denn auch diesmal haben die 4 (auch ohne Tua´s Rapverse) wieder alles gegeben. Wer sich schon immer fragte, was in dieser Kiste ist, ich glaube das.

04. Major Lazer – Too Original (feat. Elliphant & Jovi Rockwell)
Elliphant im Raum ist definitiv nicht zu übersehen. Gerade auf Deutschlandtour mit Major Lazer unterwegs gewesen, räumen sie und Jovi Rockwell (im Refrain) jetzt mit ‚Too Original‘ nicht nur Gläser in Diplos Hitschmiede ab. Erinnere ich mich kurz zurück, als ich vor Jahren noch Menschen dazu bringen musste nach Major Lazer zu googeln, hat er mittlerweile ein Massenoutput unglaublicher Natur. So dass es gleich mal zwei Songs des ‚Peace is the Mission‘-Albums in eine Universum-Chartfolge schaffen, wie im richtigen Mainstream. Zurück zu Elliphant diesmal mit freshem Patwa-Style und balkanisierten, kindlichen Schnauzbartträgern.  Egal, einmal abschütteln und auffüllen bitte, aber zack!

03. Hagen Grell – The Sound Of Mainstream
Herr Grell ist nicht gerade als Musiker bekannt (warum eigentlich?). Der Simon&Garfunkel Hit ‚Sound of Silence‘ stand Pate um sich mal Luft zu machen.
Einerseits machte sich der Feingeist als Mitorganisator der Leipziger Montagsmahnwache in der Allgemeinheit nicht gerade beliebt, andererseits leistet er seinen Beitrag zur politischen youtube-Bildung. Man muss nicht seiner Meinung sein, allerdings hat er mehrere interessante Projekte laufen und bewegt sich stetig zwischen Satire und Revolution vorwärts. Wahrscheinlich hat er nicht mal Zeit die 520 Universum Charts zu lesen, zum Glück, denn hier wäre ihm vermutlich zu viel Mainstream und der ist zugegeben: manchmal hoffnungslos.

02. Daniel Bambaata Marley – Waiting For The War
Zugegeben bei seinem Namen musste ich schon etwas schmunzeln. Um so mehr hat mich Ziggy Marleys Sohn überrascht. Man könnte meinen, man hat schon alle Marleywurzeln entdeckt und dann kommt wieder ein neues Pflänzchen (einer neuen Generation) und trägt seine Früchte. Daniel hat eine Weile gebraucht um sich musikalisch zu finden. Sein frisches Video ist erst ein paar Tage alt und hat uns einiges zu erzählen. Ich denke, da werden wir noch mehr zu hören aufgetischt bekommen. Seine Gedanken zur Weltsituation hinterlassen bei mir Spuren. Und bei Euch?

01. Protoje – Criminals
Und noch mehr Revolution! Das erste Lyrikvideo, welches in den Universumcharts ankert und dann auch noch direkt auf Platz 1. Das ist nicht etwa kriminell, sondern ebenfalls etwas überraschend. Einerseits ist Protoje aus Jamaikas Musikszene nach 5 Jahren nicht mehr wegzudenken, andererseits ist der Sohn von Lorna Benett noch am Anfang seines Weges. Sein aktuelles Album ‚Ancient Future‘ wird von der Szene gefeiert. Und wieder mal ist bewiesen, dass sich Inhalt und Qualität auch durchsetzen können. Ganz frisch seine neueste Warnung und, damit sie auch verstanden wird, kommt sie mit trendigem Textvideo daher.

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Coming next: Top 10 Musikvideos zum Geburtstag #1

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Veröffentlicht von

520universum

Hier schreibt, fotografiert und singt das 520 Universum über das Leben, dich und sich selbst. Für die Menschen, die gern zwischen den Zeilen lesen.

2 Gedanken zu „TOP 10 MUSIKVIDEOS „Was 2015 läuft… Part 4““

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