TOP 10 MUSIKVIDEOS „Was 2015 läuft… Part 5“

Alles aus… wir sind am Ende. Am Ende des Jahres 2015 – und alles, was es nicht in die ‚Top 10 was lief 2015‘ geschafft hat, findet sich dann 2016. Mir scheint so, als ob es meine persönliche WTF?!-Liste mit jeder Menge solcher Momente geworden ist. Die Stars und Sternchen glitzern noch mal auf, wie es nur geht, so kurz vorm Jahreswechsel.
Weihnachtskugeln, große Gefühle und Weltkritik, alles dabei. Als ob man sich gegenseitig nicht das Wasser 😉 reichen könnte, verschob sich die Platzierung auf meinem heimischen Schreibtisch wie ein Zauberwürfel. Und einzig und allein ein Ventilator hält alles zusammen. Aus persönlichen Gründen ist meine Top Nummer 1 nur hier am Rande erwähnt. Aber Tapete steht nun mal über allem und darüber spricht man nicht. Gelungen ist es gerade durch die Performance seiner (meiner Lieblings-)Kollegen. In diesem Sinne steigen wir ein mit
Frohe Weihnacht und einem Sack voll heilige Sch…e – seh‘ ich gerade richtig?!

10. Die Orsons – Ventilator (Biedermann Edition)
Hätte Jeanette mal die Part 4 der ‚Top 10 Musikvideos was läuft…‘ im 520 Universum gelesen, wäre ihr das nicht passiert. Dann hätten wir allerdings auch nichts zu lachen in Part #5. Danke, Tua, der neben seiner Rolle bei den Orsons ein sehr tiefergehendes Produzentenleben führt und doch eigentlich nur Pygmalion ist, für dieses unglaubliche Zeitdokument. Über einen Augenblick deutscher Fernsehgeschichte, den so nie einer mitbekommen hätte und ich mir allein vom darüber schreiben das ganze T-Shirt klatschnass geschwitzt hab‘. Du, ich werde riechen, wenn ich komme, köstlich!

09. M.I.A. – Boarders
Verstört setzte ich die ehemals selbst Geflüchtete mit ihrem neuem Kunstprojekt an die Front auf Platz Eins. Und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr rutschte sie herunter. Keine Frage, was die Künstlerin macht ist mit dem Abstraktions- und Provokationsauge zu betrachten. Thema sehr gut! Ausführung top! Umsetzung unbefriedigend. Grenzwertig. Refugee-Fashion, schreien die Konsumgegener auf… M.I.A. ist die eine von vielen, die das vielleicht darf. Ich weiß nicht, was eine gleichaltrige, syrische Frau ihr sagen würde, die gerade im Flüchlingslager warten muss, und ob sie die gleichen Fragen stellen würde. Entscheidet selbst, wud up wid dat? Leider ist aktuell kein Link zum Video in meinem Land vorhanden.

08. Adele – When We Where Young

„Hello… ich hab gerade, wie ihr wisst, ein sehr windiges Video gedreht, bin zurück aus dem Untergrund in die Charts gestürmt und auch, wenn dieser neue Stylist anschließend gefeuert wird, bin ich relaxed genug in einem der schönsten Studios der Welt live einen Song einzusingen und euch daran teilhaben zu lassen! Ruft mich nicht an – ich rufe euch an! Sodele, Adele.“

So oder so ähnlich kam diese Nachricht herein geflattert. Da ich seit „Chasing Pavements“ ein Herz für ihre Texte und Stimme hab‘, kommt hier „when we where young“ (seufz) auf der Acht!

07. Shanique Marie – Coconut Jelly Man feat. Cali P
Dieser Song schmeckt süß wie der Sommer oder besser gesagt nach frischer Kokosnuss und lässt kurz die Seele baumeln. Bereits im Highschoolalter traf Shanique Marie auf die jamaikanischen Produzenten aus dem Hause Equiknoxx, die sie bis heute begleiten. Ich lege euch folgenden Mix ans Ohr, falls ihr mehr wollt von der selfiesüchtigen Powerfrau: Free Roots presents Shanique Marie und wette, dass ihr nicht anders könnt als mitlächeln. Übrig bleibt nur das Berdürfnis nach einer frischen Kokosnuss und ein Big up an Cali P. und alle, die diese Sensation möglich gemacht haben!

06. Sagitarr – One Draw / Highest Grade
Da wir gerade in Jamaika sind, bleiben wir auch da. Und was wäre die Insel ohne seine berühmteste Pflanze? Die haben übrigens die Chinesen als Heilpflanze mit auf die Insel gebracht. Die Tradition der Mariuhanapflanze ist eine Geschichte voller Missverständnisse. So ist das Handeln und Konsumieren auch auf der Insel nicht offiziell erlaubt. Kiffen legal dürfen nur Holländer und ein paar Amerikaner, die Menschen in Uruguay und – hört, hört – Tschechen. Und für alle anderen singt der jamaikanische Newcomer Sagitarr stellvertretend diese Lieder, Vorsicht, man wird regelrecht high beim Anblick der Bilder.

05. Missy Elliott – WTF (Where They From) feat. Pharrell Williams
Missy Elliot ist nicht so alt wie manche denken. Und schon gar nicht zu alt für ein Comeback, vielleicht war sie auch nie weg. Gut gehalten und trainiert ist sie nach wie vor. Die Queen überzeugt mit Tanzeinlage, Outfit- und Styletrends und frechem Text on point. Ich bin etwas sprachlos und musste es mehrmals schauen, um dann immer noch nicht genau sagen zu können, was da los ist. Rechnet sie da tatsächlich mit Miley und Co. ab und lässt die Puppen tanzen? Ist Glitzerweihnachtsspiegelkugeloutfit ein Must-have? Blablabla gibt es woanders, schaut’s euch ruhig mal an, wie man es da macht, wo Miss Misdemeanor herkommt.

04. Prinz Pi – Im Westen Nix Neues/ Tochter
Ich steh‘ total auf die Videos von Felix Urbauer. So viel vorweg. Jetzt zum Song: Man kann Prinz Pi für kontrovers halten und auch ich stimme nicht 100% mit ihm überein, im Großteil aber schon. Ich verstehe seine Message und dass auch nur er derjenige ist, der sie so zu erzählen weiß. Sehen wir es mal so, wäre die Welt nicht so scheiße, würde er wahrscheinlich nicht die Art von Mucke machen oder so. Natürlich wäre da auch noch zu erwähnen: Herzlichen Glückwunsch zur neuen Lebensaufgabe! Hab‘ ich schon erwähnt wie großartig dieses Video ist?

03. A-F-R-O – Code #829
So, 3D Brillen raus und Ohren spitzen. A-F-R-O steht für ‚all flows reach out‘ und falls ihr noch nicht informiert seid, wer gerade der am derbsten Superstar Rapper werden ist, weil ihr sein Mixtape 2014 verpasst habt dann ist das alles keine Schande, naja, ein bisschen schon. Die nächste Generation setzt auf Message – Unkonventionalität und Skill ist heutzutage fast schon Inselbegabungsangelegenheit. Der junge Mann (18! Jahre!) veröffentlichte soeben sein neustes Mixtape ‚Tales From The Basement‘ und ein Ausschnitt dazu landet mal eben in diesen Top 10. Hört und lasst euch die Augen auf- und übergehen und Yo! das ist der Typ! Kayne kann soooo einpacken gehen…

02. Florence and the Machine – Delilah (The Odyssee-Chapter 6)
Liebste Florence, ich finde es toll, dass du meinen Blog gelesen hast und dir gedacht hast, du antwortest mir mal ungeschminkt mit einem Musikvideo und einem Song. Dass der Song auf Jamaika 2013 entstand und du auf einen Anruf deines Freundes gewartet hast, ist die eine Geschichte. Samson und Delilah die andere. Und dann könnte man auch noch die anderen fünf Kapitel deiner Videofilmmusikreihe erwähnen oder dein sagenhaftes Album. Wirklich neu ist das alles nicht, doch dafür die Umsetzung. Ich steh‘ drauf, wie du tanzt und kämpfst und sehe da einiges an guten Botschaften und bin gespannt, was als nächstes kommt. Noch so ein Ding und ich muss mir wohl das nächste Album schon mal vorbestellen. Flamingoehrenwort! Ketten frei! #thinklove

01. Coldplay – Adventures Of A Lifetime
Wir schließen mit einem Meisterwerk. Eine Hommage an Stanley Kubricks ‚A Space Odessey‘, wo Affen Waffen für sich entdecken. Vor einem Jahr trafen sich ‚Gollum‘- und ‚Planet der Affen‘-Affenentwickler Andy Serkis und der Sänger der Band zufällig im Flugzeug, heißt es und irgendwie kam da der charismatische Frontmann auf die Idee die ganze Band in Affen zu verwandeln, zum Glück nicht in Gollums. Die Arbeiten dazu unter vollen Körpereinsatz der Band und inklusive Riesenproduktionsteam dauerten ein halbes Jahr, und wer wie ich wissen will, wie genau das ablief, dem sei das ‚Making-of‘ empfohlen. Die Technik macht es möglich und so affen sich die Männer durch den Dschungel und entdecken statt Waffen Musik. Das gefällt nicht nur mir oder der Garderobenfrau und ihrem Gedankenaffen, dieser Kurzfilm ist für jeden episch sehenswert, eben ein Meisterwerk.

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Coming next: Top 10 Musikvideos zum Jahreswechsel

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Veröffentlicht von

520universum

Hier schreibt, fotografiert und singt das 520 Universum über das Leben, dich und sich selbst. Für die Menschen, die gern zwischen den Zeilen lesen.

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