Die Brüste von Rihanna – Über die Privatsphären öffentlich gefickter Seelen…

Vorweg, ich bin als FKK-Strandler geboren, habe selbst schon künstlerisch „Sex“ vertanzt im modernen Ballett. Mag ästhetische Erotik und bin privat auch mal versaut. Ich bin allerdings auch HSPler und da gibt’s so ein kleines Problem…
Das wird jetzt nicht spaßig. Eher anstrengend, aber so ist der hochsensitive Mensch, ich versuch es mal in Fachsprache:
Ob Winter, Frühling oder Mai, Rihanna zieht blank und hat Spaß dabei. Ob mit Gummiball im Mund, in Plastik eingewickelt, mit Tierhalsband oder in Ketten. Scheinbar keine Andeutung sexueller Praktiken wäre für sie zu viel. Ich kenne Rihannas Nippel von mehr Perspektiven als meine eigenen. Verstehen sie mich nicht falsch, ich habe schöne Brüste…

Rihanna sicherlich auch, doch ich wähle zu gern zwischen den Unterhaltungsstilen. Softporno dahin wo er hingehört, ins Privatleben und entsprechende Etablissements. Ob das jetzt die aktuellen Videocharts auch sein dürfen, möchte ich gern in Frage stellen. Was ist denn nur los mit euch?
MIMIMIMI… Nippelblitzer gab’s schon immer oder das schlecht sitzende Dekolleté, aber was sich da in den letzten Monaten ausgezogen und gerekelt wird, ist exorbitant.
„Hey, die Welt geht unter, lass‘ ficken!“
Ich als Hochsensible hab‘ da so meine Schwierigkeiten mit. Schließlich besteht die Welt für mich nicht nur aus 18 bis 35-Jährigen, die der westlichen Freiheits-Toleranz-Ideologie angeblich sexuell enthemmt frönen. Nee, für mich gibt es hinter dem rot-gelb-grünen Netzteilkleid, was sich auf Rihannas Körper erahnen lässt, mehr. Zum Beispiel die Flagge, nicht von ‚Reggaeland‘ oder Jamaika. Dieses Land heißt Äthiopien und ist von der größten Dürreperiode seit Jahren bedroht. Was sagt Rihannas Jeff, ähm, Drake dazu? Was macht er da eigentlich? Die Zukunft in Frauenärschen lesen? Im Trainingsanzug! Es geht das Gerücht um, er wäre homosexuell… ich wette 50 Cent, ach, lassen wir das, es würde zumindest seine Performance erklären. Wie kann ein Mann das sonst alles ertragen?
Man könnte meinen, zwei hochintelligente Musiker halten der Welt den Spiegel vor.
Könnte man, wenn es da nicht drei goldene Regeln im Musikbizness gäbe, die da wären:
1. Money!
2. Money!
3. Money!
Also entscheidet Rihanna auch nicht allein, was sie anzieht, wie auch, das Produkt muss liefern. Titte raus! Hierzulande mokiert sich der Bürger über stillende Mütter… dem grenzverwirrten Gast unserer toleranten Freiheit, der dies freundlich dankend mit einem Griff in die Privatsphäre quittiert. Rihanna wollte es ja auch, aber nicht falsch verstehen. Und nebenbei erklärt mir neulich mein Gesprächspartner, dass da sexuell nichts laufen wird, was mich überraschte, ich hatte nicht gefragt, war nicht mal annähernd beim Thema und wunderte mich über seine selbstredende Erklärung. Auch dafür findet die Psychologie Antworten. Frauen werden zum Sexobjekt gemacht und machen teilweise erfreut mit. Schade eigentlich, denn mein Gesprächspartner geht jetzt tatsächlich mit der Annahme einher, er könnte sie alle bekommen. Währenddessen reicht der Typ neben ihm ein Smartphone seinem Kumpel und fragt: „Sag mal, hattest du die nicht letzte Woche?“ Sein Kumpel antwortet: „Ja, war okay, kannst’e machen!“ Und ich fange an, mich innerlich zu übergeben. Auch Tinder ist ein Tool, welches den Menschen zum Objekt macht.
Und im Kabelfernsehen sitzen 5 nackte Frauen und drehen geniert die Flasche, um sich dann blödtussig gegenseitig zu befummeln. Dazu gesellen sich wilde, willige Omas und heiße Luder, die es dir sofort besorgen, du musst nur anrufen, du bist aber nicht blöd, du kannst es dir ja raussuchen, gell? Hast ja Tinder, hörst ja Drake oder schaust Kabelfernsehen. Die Moderatorinnen brauchen kein Hirn mehr, sie brauchen Ausschnitt und schneeweiße Zähne, kann man schon mal die Anorexie übersehen oder dass ein blödes, grenzdebiles Lächeln nach jedem ernsten Satz nicht beruhigend wirkt. Softporno, Crime oder „10 Jahre Deutschland“-schwarzweiß-Geschichte: Erkenntnisse aus Hitler seiner Unterhose. So heißt das Programm, kannst du aber auch online gehen, da postet man gerade Rihannas „work work work“.
Es funktioniert, die breite Masse saugt dankbar auf und ein Blick in die Schlagzeilen verrät mir, alle reden über Riris Brüste, die Musik läuft beiläufig auf Poleposition – ist aber auch egal.

‚Anti‘ soll ihr neues Album heißen, Verschwörungstheoretiker vermuten ein verborgenes „christ“ im Titel. Die oberflächliche Popwelt bedankt sich beim Weltkrieg, TTIP, Massenmord, Ungerechtigkeit, doch das ist alles kein Thema mehr: Sex SELLS! DAS WAR SCHON IMMER SO! Jetzt ist halt wieder die Zeit, wo die Titten auf den Tisch kommen, Miley, Demi und Gaga und wie sie alle heißen und verheißen wollen. Vergessen wir, das Sexyness auch mit Stoff geht? Und Rihanna vorwiegend eine Minderjährige Zielgruppe anspricht und selbst schon oft die Nase voll hatte vom „sexwilligen-Mädchen-Image“, sich bereits 2009 über die Auflösung ihrer Privatsphäre dank veröffentlichten Nacktbildern schämte? Oder eben auch nicht.

Spätestens, wenn dein Kind Morgen ankommt und sagt, dass es das auch anziehen und so sein will, ist halt die Kacke am Dampfen. Und, ja, Jugendliche neigen zu solchem Verhalten. Das worket dann so nicht mehr out. Zurück zur Reflektion.

MTV kennt keine Meinung, außer der einen und die von fünf Experten: WOW SEXY WOW!
Bei Bustle.com versucht man noch hoffnungsvoll eine versteckte Message einzubauen.

Schon beim totalen Blankmachen in ‚Bitch Better Have My Money‘ war mir klar, hier bläst neuer Wind durch Rih`s Kleidung und die Musiklandschaft. Die Image- und Dressdesigner haben ein Interesse an dem ‚ich hab vergessen die Jacke oder überhaupt irgendwas anzuziehen‘-Style.
Dabei war das Auftauchen ihrer ersten Nacktbilder im Internet ein persönlicher Tiefschlag.
Immer mehr Promis  scheinen dem ganzen aber mit kontroverser Freizügigkeit zu trotzen und da würde ich gern mal einen Psychologen befragen, ob das eine Vorbildfunktion noch legitim erfüllt, die man nun mal auch als öffentliche Person und Produkt trägt. P16 und so. Erinnern wir uns an die goldenen Regeln! Money, money, money. Tidal soll ja bescheiden laufen. Da soll der Praktikant so noob und bevormundig sein, dass er das ‚Anti!‘-Album vorab geleaked hat. Der Antimarketing-Gag… hat anscheinend nicht ausgereicht.

Wir brauchen mehr!
Probieren wir es mit Trockensexübungen zu hypnotischen Beats, und falls das nicht funktioniert, spielen wir den Song zweimal und zeigen das Expaar R. Und D. allein in violett-pinker, glitzernder 9Live-Erotikkanalatmo… die Menschen werden es schön finden, schließlich kostet unsere Produktion etwas mehr Geld. Sex, Drugs und, da Rock’n’Roll aus ist, nehmen wir halt nochmal Sex. Wir verkaufen gute Musik, wir exportieren weltweit.
Die Message:
SEX mit’m EX! Egal, was draus wird, Rihanna will’s und Drake würde auch bei ihr nicht nein sagen, nach der Arbeit soll sie mal rumkommen… ist halt vor der Arbeit. Hinter Pyramiden, VoVs oder OVO`s wird der Vorhang geöffnet und spiegelverkehrt getwerked.

Wo man früher noch frivol geswingt hat und sich beim Sonntagstanz subtil nahe kam, um wild zu Hause zu enden, wird heutzutage direkt mal mit Klamotten auf der Tanzfläche performt, was so möglicherweise die Kür werden soll. Mal ehrlich, mache ich so was mit meinem Typ, hat der spätestens nach dem zweiten Lied eine eingesaute Hose, tragt ihr Kondome beim Tanzen? Was ist denn los mit euch? Erschreckend auch das generelle Aufkommen elektroschockartig posierender Kamelzehen (cameltoes) in der Dancehall-Reggae-Szene. Jede billige Tabeldancebar hat da mehr Erotik zu bieten. Hier könnte jederzeit der Sado-Swingerclubbesitzer im Lederanzug auftauchen und die Peitsche auf seiner behaarten Brust schnalzen lassen. Ja, okay, übertrieben, aber fast, die breite Masse wird es schön finden, wie die beiden sich „anschauen“.
Klar, ich sehe es auch, wetten, die haben sich am Set neu verliebt?
Will ich das in der Szenerie sehen? Jein?! Sehe ich das? Nein! Fühle ich das? Das nicht, aber anderes…
Wenn ich freiwillig was dabei empfinden möchte, besuche ich ein entsprechendes Etablissement oder entsprechende Seiten im Internet, les‘ ein Buch, male ein Bild oder übernehm‘ selbst die Regie ohne öffentliche Kamera. Nicht unbedingt im Club nebenan. Alles andere wäre ein Job. Und dient rein sexueller Befriedigung. Das Hirn geht leer aus. Die Medienpsychologie ist sich sicher. Die Seele bleibt mehr vergewaltigt als gefickt zurück.

Dem deutschen Durchschnittsmann wird in unserer westlichen Welt mehrfach am Tag Befriedigung versprochen. Es ist scheinbar gewollt, ständige, sublimale Berieselung per Licht und Bild mit nackten, willigen Frauen. Das Reduzieren auf SEX! Am besten in Kombination mit Alkohol, Gunfingers und bewusstseinserweiternden Drogen? Nicht nur, dass Männer erwiesenermaßen anders auf solche Reize reagieren als Frauen – bis hin zum völligen Denkversagen. Im wesentlichen verroht es unsere Gesellschaft, löst unsere Privatsphäre und persönliche Grenzen auf. Schraubt Erwartungen hoch, macht uns zu Objekten, auch wenn man es vielleicht gar nicht merkt. Halten Sie mich ruhig für prüde, denn Sie sind es in meinen Augen schon längst, wenn es nicht mehr in Frage gestellt wird, was Rihanna da macht. Weltoffenheit bedeutet nicht, anderen Freizügigkeit vorzuheucheln. Ich bin kein CSU-Wähler, Freiheit ist ein hohes Gut, fängt aber auch bei der Privatsphäre an.
Direkt: ich halte sie für einen abgestumpften Gifttrinker im Äther unser-aller Kollektivbewusstseins. Ich werde ihnen das nicht verbieten, doch ich sehe es nicht ein, in den Spiegel zu sehen und meine Klappe zu halten. Ich wünsche allen eine erfüllte, spannende Sexualität. Wer hat da nicht noch etwas Lernstoff nachzuholen?
Und liebe, zukünftige Musiker, Künstler, Models, Stars und Frauen, nein, ihr müsst euch nicht auf Fußböden räkeln, eure Brüste zeigen oder was mit diesem Drake haben, um eure Weiblichkeit zu demonstrieren. Denn euer Traummann/frau weiß es sicherlich auch zu schätzen, selbst der/die Entdecker/in zu sein.
Wenn ihr Bock drauf habt, werdet ihr verstehen, dass Sexualität viel mehr bedeutet, als das Rein-Raus-Spiel. Lasst euch das nicht nehmen, seid achtsam. Achtet euch und die anderen.
Rihannas, Mileys und den anderen wünsche ich ein emotionales und stabiles Privatleben und noch viele Hits ohne blank tits, aber diversen multiplen Orgasmen!


Es liebt euch  trotz
oversexed and underfucked^^
Euer Entfant Terrible

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Veröffentlicht von

520universum

Hier schreibt, fotografiert und singt das 520 Universum über das Leben, dich und sich selbst. Für die Menschen, die gern zwischen den Zeilen lesen.

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