TOP 10 MUSIKVIDEOS „Was 2018 läuft… Part 2 extended version“

Ich funke noch.
Das waren enorm viele Musikvideos, die hier in den letzten Monaten durchrauschten und ich bin verspätet, fasziniert, deren Entwicklungen. Bubblegumfarbene Supernovas und todernst schockierende Bilderwellen in tropischer Hitze. Sanft dahinwabernd, experimentell sowie laut, auffahrend und altbewährt. Hmmm ich weiß nicht, ob jemals eine Playlist emotionaler war, als jene, doch dieses Gefühl scheint mich stets beim Schreiben jener einzunehmen.

Heute eine Woche und einen Tag nach Mac Millers Tod, schieb ich nicht länger hinaus, wofür mein Herz brennt. Musikvideos und die Seelenbilder dieser Welt.

Politische Jugendbildung, wie hier oder hier, lass ich außer Wertung.

Es folgen, meine TOP 10 der letzten Monate und eine
Hommage an den Sommer 2018, in all seinen Farben und Wendungen.

11. Spike Jonzes Kurzfilm „Welcome Home“
(Werbung Apple homepod)

Diese Werbung ist Kunst, ein optisches Erlebnis und kein Grund wegzuklicken. Ein Beispiel wie ein Song visuell seine Blüte entfalten kann. Hier Anderson .Paak mit “‘Til It’s Over.” FKA Twigs als Darstellerin und Tänzerin zusammen mit den optischen Effekten ist episch. Mehr als Werbung für ein Lauscheprodukt technischer Art. Konnte nicht wegsehen, gut gemacht und deshalb außerhalb der Wertung, und sehenswert.

10. Grace VanderWaal – Clearly
Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an den Hype um das Ukulele spielende Mädchen was die amerikanische Castingshow gewann? Nun ist sie den Kinderkleidern entwachsen und zur Ukulele gesellt sich zu der 14 Jahre alten Musikerin Bandbegleitung. Kraftvoll ihre Neuinterpretation eines Klassikers im Pop-Rock-Reggae Gewand. Clearly, war für mich, der perfekte Start in die warme Jahreszeit.

09. Damian „Jr. Gong“ Marley – Living It Up
Was geht ab in Hause Marley? Nachwuchs steht in den Startlöchern und erschmeckt das Highlife, welches nicht nur Opa hart erkämpfte. Pophymne und Protz übers Schachbrett gepeilt, sehen wir hier, den aktuellen Hype um das Marley-Vermächtnis, da wo getrommelt wird … und der Rauch aufsteigt. Ich zitiere Bob Marley.

“Money cannot buy life.”

08. Drake – God’s Plan
Was macht eigentlich bahba dadada Drake? Nun er flashte wohl nicht nur mich, mit seiner #GodsPlan Aktion. Gut, könnte man meinen Gotteskomplex, Größenwahn jedoch steckte er damit eine Challenge in Brand, deren auch andere Musiker folgten. Letztendlich ist die faire Umverteilung des Geldes eine zwingend notwendige soziale Aufgabe #aufstehen … Der Song mit Video:  motionale Achterbahn.

07. Logic – One Day ft. Ryan Tedder (MTV VMA 2018)
Intelligenter Rap ist in Amerika keine Seltenheit. Ein Künstler der sich thematisch mit Psychologie und sozialen Aspekten beschäftigt und über Seelenhygiene rappt und das ziemlich tight, ist Logic.
Seine Performance bei den diesjährigen MTV Video-Musik Awards ging mir sehr nah. Das Originalvideo findet Ihr hier, bei mir gibt es die Live-Performance zu sehen. Du bist sensibel? Hol schon mal die Taschentücher raus!

06. Childish Gambino – This Is America
Nichts für Sensible!
Ich kannte Childish Gambino und klickte etwas nichts ahnend auf sein Amerika Video. Heute ärgere ich mich etwas, kein Video von meinen Reaktionen gemacht zu haben. Ich musste zwischendurch stoppen, so schockiert saß ich vor dem Monitor. Künstlerisch, ist dieser Onetake, Frame für Frame, Kunst und Message. Für meinen Geschmack hätte man die Splattervariante auch noch künstlerisch gestalten können statt brutal und rau, doch so ist sie nun mal auch, die Realität. Aufmerksamkeit gab es dafür in berauschendem Ausmaß, ob dies Einsicht oder Schockverarbeitung war, who knows.
Ich setz hier einen Abzweiglink, falls dieses Video noch nicht bekannt ist.

05. Tarrus Riley – Simple Blessings feat. Konshens
Wer sich das Marleyvideo auf dem neunten Platz zu Gemüte führte, sollte wissen, zur gleichen Zeit etwa veröffentlichten Tarrus und Konshens ihr Video zu Simple Blessings. Ich bin zugegeben etwas raus, was aktuelle Reggae und Dancehallmusik betrifft, mag am Alter liegen oder eben an der Fülle von nicht gerade mitreißenden Produktionen und lahmenden Inhalten. Und dann ist es für mich wie Perlen finden, wenn ich über eine Produktion stolpere, wo ich am liebsten die 7 Inch bestellen würde, um sie rauf und runter zu spielen und in die Platten, die sich hier noch stapeln, einzugliedern. Oder mal wieder irgendwo aufzulegen. Message is the key!

 

04. Clueso – Du und Ich
Wo wir bei den alten Zeiten sind. Dieser Song begleitet mich schon lange und ich verbinde damit mehrere Begegnungen mit einem Freund aus der alten Zeit. Lange bevor uns das Leben in unterschiedliche und doch im Herzen ähnliche Richtungen warf, in denen wir uns immer wieder begegneten, als wäre das gemeinsam Erlebte, der Teil, den uns niemand nehmen kann. Eine Verbindung haben, ist etwas Wunderbares. Ich denke, wenn wir noch eine Weile weiterreisen, werden wir uns am Ende, da wieder treffen und uns beseelt und gebeutelt von den vielen Erlebnissen berichten und doch schon längst wissen.
Du und Ich erschien auf dem neuem Clueso Album Handgepäck am: 24.08.2018

03. Casper & Materia – Supernova
Ein paar Tage später, am 31.08.2018, erschien das Album der Beiden. Und Supernova war eine der bisherigen Singleauskopplungen. Wenn Männer … Kinder- und Mädchenträume wahr werden lassen, dann kommt so was bei heraus.
Man erahnt, was für ein Spaß dieser Videodreh mit sich brachte. Großartig, wer da alles mitspielt und ich hörte letztens, das wohl die Rollen beider Protagonisten bis zum Videodreh geheim waren.
Spaß darf sein. Auch, wenn er etwas platter ist. Halt mehr so Championsound und Adrenalin. Das Album aus dem Sommer 2018 nicht mehr wegzudenken. Wie so eine Supernova eben.

02. King Princess – Holy
Queerfeldein schlängelt sich eine Bewegung in der amerikanischen Popmusikindustrie, die schon immer da war, doch noch nie so selbstbewusst, und offen mit ihren Themen umgegangen ist, wie heutzutage. Über King Princess bin ich angenehm überrascht, nicht nur das die junge Musikerin ihre Songs selbst verfasst und dabei nicht um hinkommt, an Lana DelRey, Banks und Lorde heranzureichen, es ist ihre authentische Sexyness, wenn sie mit weiblichen Zügen, aber eben auch mit verdammt maskulinen Reizen spielt. Stilvoll, deep und auch für mich als straighte Person das lustvollste, epischste Video, was ich dieses Jahr so far gesehen habe. Darf man da noch ’straight‘ zu sagen?!

01. Mac Miller – Come Back To Earth
Es ist, wie es ist und das, ist kaum in Worte zu fassen. Höre ich mir heute, die Playlist der Mac Miller Lieder an, ist in jedem Song die Message versteckt. Mac Miller wusste dass er nicht alt werden würde, es steckte wohl eine sehr alte Seele in ihm und doch zu jung, um die eigene Weisheit zu begreifen. Das Problem der Depression, egal wie sehr Du Erfolg hast, sie ist eben da. Und das verkennen viele im Showgeschäft, das Bedauern über das Verheizen, ist oft kurz und verhallt spätesten beim nächsten der Freak genug ist aufzufallen. Ruhm hat seinen Preis und Instabilität ist einer davon, egal wie fest Du geerdet bist, ist es eine extreme narzisstische Filterblase, in die Du gepackt wirst und in der es zeitlebens schwer sein wird, Ihr zu entkommen. Business.
Eines der neusten und letzten Videos auf seinem Kanal spricht von Wiedergeburt, ohne Worte … er fand das Leben so geil, dass es nicht seine letzte Runde hier auf Erden sein würde.

Vielleicht ist das ja der Sinn dieser Seelenerfahrung der Stars und Sternchen, dass es das einfach auch nicht ist …

Und weil ich es nicht so traurig enden lassen will, hier im Schnellverfahren meine aussortierten weil privat peinlich bis verräterischen alternativ TOP 10 im Schnelldurchlauf.

10. Worüber ich geschmunzelt hab und auweia gedacht und mit „interessant“ abschließe: Janella Monáe – Pynk
09. Ebenso wie Platz 10, …
Tove Lo – bitches ft. Charli XCX, Icona Pop, Elliphant, ALMA

08. nostalgischen Backflashs im neuem Gewand, es ist und bleibt: Baaaam Bam Bam Bam … Olé! Amara la Negra – What a BamBam
07. YO! Irgendwie feier ich auch das:
Aminé – Campfire ft. Injury Reserve
06. Ayo ohne Worte …
Ganja Burn – Nicki Minaj
05. Fyahgyal on fyah mit: Bugle -Rise up
04. Seufz und hach … Lykle li – Utopia
03. Geschwisterliebe, Selbstliebe, Zweisamkeit:
Angus & Julia Stone – Nothing Else

02.
Das Ding ist: So tell me why all of my gods look like you? …
King Princess – 1950

01. Noch so ein Ohrwurm der mir die Nächte raubt:
Amy Shark – Adore you

In diesem Sinne Prost!
Das wars Lars!

Nach DSGVO weise ich darauf hin: Dieser Beitrag wird unterstützt durch Produktplatzierung, jedoch nicht durch Werbung finanziert.

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Veröffentlicht von

520universum

Hier schreibt, fotografiert und singt das 520 Universum über das Leben, dich und sich selbst. Für die Menschen, die gern zwischen den Zeilen lesen.

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