Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Wo wir hingehören – Finale Heimwege“

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„ALL I KNOW, IS THE WAY I FEEL
WHEN IT IS REAL, I KEEP MY PRAY ALIVE
THE ROAD IS LONG
THERE ARE MOUNTAINS IN OUR WAY
BUT WE CLIMB STEPS EVERY DAY…“

Nicht zurückschauen oder gar umdrehen. Einfach weiter geradeaus, leicht nach vorn fallend und so verließ ich die Hauptstraße. Als ich in die Seitenstraße einbog, konnte ich schon das Blaulicht in meiner Straße erkennen und verstummte. Die Sonne hing noch hinter den Dächern, so huschten die Signale rhythmisch monoton wie das DJ-Set der vergangenen Nacht über die Hauswände. Ich wette, Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Wo wir hingehören – Finale Heimwege“ weiterlesen

Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „05:20 Uhr – Alles aus! (up where we belong)“

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Gegen 5 Uhr 20 schickte ich eine allerletzte Nachricht an meinen taubstummen, nicht anwesenden Chef Luigi:
„20 Jacken ca 35 Gäste. Bar dicht. Umsatz okay. Künstler haben Trinkbudget überzogen / hab es mit dem Fahrtgeld verrechnet.“

Die Slammer hatten sich aus dem Staub gemacht, ohne Worte, ich glaube allerdings mit Schmetterlingsjäckchen. Natürlich erst nach der unangenehmen Diskussion, wer nun was wie bezahlt, wie die Szene sich selbst auffrisst und wer jetzt welche Kotze aufwischt. Danny hatte Jochen überredet seine Reggaemusiksammlung rauszuholen und Jochen war alles egal, er nannte sich seit einer Stunde „das Geburtstagshasi“ und ließ alle Getränke über sich laufen.
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„Erkenntnisse, aus dem Leben einer Garderobenfrau“

Erkenntnisse Garderobenfrau Zeitung
Denken sie ja nicht, dass es einfach ist. Es ist ein Knochenjob. Also ein Job, bei dem sie Knochen in ihrem Körper spüren werden, die sie vorher nicht kannten, danach dann aber mit lateinischen Fachbegriff plus dazugehörigen Muskelgruppen. Die Anforderungen, die man besitzen sollte, kommen denen eines Astronautenanwärters gleich. Nur wird es ihnen keiner freiwillig sagen.
Glauben sie mir, dass ich nicht im Geringsten heuchle, wenn ich sag‘: Es ist noch viel härter.
Wenn man mich nach meinen Erkenntnissen aus der Berufsgruppe fragt, dann sag‘ ich ihnen, „Erkenntnisse, aus dem Leben einer Garderobenfrau“ weiterlesen

Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – Olaf ohne Jule – Null Empathie

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Es klingelte und es war nicht mein Telefon.
Der Affe sprang erneut aus dem Zimmer und meinte: „Alles cool, die Mafia klingelt nicht!“ Keine Ahnung, wie lange es schon klingelte, irgendwann fand ich den Mut und war doch mehr als erstaunt, Olaf vor der Tür stehen zu sehen. „Krasse Nacht gehabt?“ – „Ja, ist Jule hier“ – „Nee, hast du da eine Pfauenfeder in der Hose stecken?“ – „Ja!“ – „Kaffee?“ – „Ja.“ – „Wir müssen reden, Olaf!“ – „Ja“ – „Nicht über deine Mutter, Videospiele oder diese Drachenfeenserie, die du da immer guckst!“ – „Ja.“ Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – Olaf ohne Jule – Null Empathie weiterlesen

Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Ab 04:00 Uhr – All night long…“

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Ursprünglich wollte ich Danny nach der Zoogeschichte fragen, lehnte stattdessen mehrmals dankend seine konische Zigarette ab und lauschte seinen angeblichen Erfolgen bei der „süßen Barelfe“. „Süße, lesbische Barelfe“ wollte ich ihn berichtigen, doch just in dem Moment schwebte selbige auf die Terrasse: „Der Jochen will jetzt ’ne Rede halten, kommt ihr bitte mal rein?“ Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Ab 04:00 Uhr – All night long…“ weiterlesen

Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Kein Sex mit Herman!“

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„Und jetzt stell dir vor, jetzt, wo ich ihm ganz entspannt erklärt hab‘, dass ich es einfach nicht mag, wenn er mir in die Nippel beißt, macht er es nicht mehr.“ „Verstehe.“ murmelte ihre Bekannte und blätterte desinteressiert in der neuen „Szene In Magazin“-Ausgabe. „Ständig blamiert er mich in der Öffentlichkeit!“ – „Verstehe.“, erwiderte die vermutlich nur zweite BFF.

In den letzten Arbeitsstunden konnte man immer wieder Zuhörer von Partygesprächen werden. Hier und da ließ sich ein Pärchen oder Grüppchen am Garderobentresen nieder, brauchte länger bei der Jackenab- oder ausgabe und so lernte ich die Hälfte aller Intimdetails der Stadt kennen. Diskret versuchte ich mich zurückzuhalten, manchmal gelang es mir nicht. Und meist entstand dabei die ein oder andere wirklich kranke Situation. Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Kein Sex mit Herman!“ weiterlesen

Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – Jule ohne Olaf – SmS von gestern Nacht

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Zwischen den Sofarillen hatte es sich versteckt. Zuerst dachte ich, die ständigen Geräusche aus der Sitzgruppe kamen vom Affen. Ich liebte die Nächte, in denen ich sorglos gegen neun wegpennen konnte und durchschlummerte. Bis auf das morgendliche Gefühl, etwas verpasst haben zu können, die Welt nicht gerettet zu haben oder eben das Gegenteil. Auf meinem Display blinkte eine höhere, zweistellige Zahl aufgeregt in mein Gesicht. Ich begann zu lesen. Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – Jule ohne Olaf – SmS von gestern Nacht weiterlesen

Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Poetryslammer, die kotzende Schmetterlinge lachen sehen“

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„Ist Ulf schon da?“
„Wer ist Ulf?“
„Na einer der Poetry-Slammer von heute, Eineinhalb Worte nennt er sich.“
„Ach ja, nee, der hat aufgehört, ähm, also, dem ging es nicht so und nun ist er heim.“
Ich schaute mir die junge Frau an. Blond, Korb groß, spitze Nase, volle Lippen, riesige, traurige Augen. Auf ihrer Jacke tummelten sich 101 bunte Schmetterlinge. Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Poetryslammer, die kotzende Schmetterlinge lachen sehen“ weiterlesen

Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Newcomer, Dinosaurier und ein rauchender Mob“

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„Kann ich das Tuch noch in den Ärmel stopfen?“, fragte mich eine Newcomerin. So nannte Ludmilla die Frischlinge. Alle unter 20, das erste Mal im Club und allein da, das war immer etwas kompliziert.
„Kann man hier rauchen?“ – “Draußen im Hof!“, schleuderte ich zurück, zusammen mit drei Garderobenchips.
„Muss ich mir da extra Kippen hier kaufen?“, ich starrte sie an und bewegte ganz langsam eines meiner Augenlider. Dabei presste ich es in Zeitlupe zusammen und wieder auf. “Geht´s denn jetzt mal weiter?“, grölte einer aus dem Off.

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Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Kurz vor 12 – Die Unruhe vor dem Sturm“

Verschwörungstheorie themeHohe Windstärke mit fünf Buchstaben. Sturm oder Orkan? „Wo ist denn hier das Klo?“, unterbrach meinen Gedankenflug eine brünette Hagere. „Hier eher nicht, den Gang da runter und rechts halten.“, antwortete ich ihr etwas gelangweilt. Ihr Haar hing in geordneten Strähnen unten angelockt an ihren schmalen Schultern herunter. Ihr Mund war durchtränkt von lila-metallic Flüssigplaste und über den Augen trug sie den akkuratesten Lidstrich, den ich jemals sah.
Wie macht sie das nur? Sie stand einfach da, klotze auf mein Kreuzworträtsel, welches ich schnell zusammenfaltete und unter dem Tresen versteckte. Da lag es nun neben einem halben angeknabberten Käsebrot, drei Kräuterbonbons, den Garderobenmarkenchips und Kleingeld, Ludmillas Wechselschlüppi Verschwörungstheorien. Aus dem Leben einer Garderobenfrau – „Kurz vor 12 – Die Unruhe vor dem Sturm“ weiterlesen